„Ganze zehn Jahre?!?“ – Aber was hilft es schon, sich darüber aufzu-
regen? Der Gesetzgeber schreibt eben ein Jahrzehnt als Aufbewahr-
ungsfrist für verschiedene Dokumente vor. Und das werden die be-
stimmt nicht so schnell ändern, nur weil es im Lager durchgeregnet
hat. Extra zu diesem Zweck angemietet sollten die Akten hier gut
aufgehoben sein. Zehn Jahre lang. Nun ja, und jetzt hatte es wohl
irgendwann und unbemerkt durchgeregnet. Klarer Fall von Dach-
schaden.

Feuchtes Papier. Viel, viel feuchtes Papier. Fast dreihundert Ord-
ner, ohne wirkliche Möglichkeit zu trocknen. Keine gute Kombination,
denn das Ergebnis hat lange Fäden: Schimmel. Hunderte Ordner
unbrauchbar gewordener Akten. Ob das wohl der gefürchtete Amts-
schimmel ist? Auf jeden Fall sicherlich kein guter Ausgangspunkt
für die nächste Steuerprüfung. Die berechtigte Frage des Chefs:
„Was machen wir denn jetzt? Wer kennt sich schon mit der Reini-
gung von angeschimmelten Akten in feuchten Gebäuden aus?“
Moment mal: Reinigung ... Gebäude – Mal prisma fragen!

Prismas Antwort in der Praxis: detaillierte Kleinarbeit mit Atem-
schutz und viel Geduld – erst in gut belüfteten Räumen offen und
behutsam trocknen, dann die Oberfläche jedes einzelnen Blattes
bis zur erneuten Kenntlichkeit säubern. Und zu guter Letzt: alles
einmal kopieren.

Ergebnis: ein vollständiges, lesbares und erneut archivierbares Set
von Kopien aller Dokumente, natürlich exakt in ihrer ursprünglich-
en Ordnung. Und ein trockenes und gesäubertes Set Originale – für
den ganz genauen Prüfer, dem entfernten(Amts-)Schimmel zum
Trotz.